Author Archives: dokART Team

dokART Filmabend #99 – 25.01.2017 – Sam Klemke’s Time Machine


Sam Klemke’s Time Machine

AUS 2015 – Matthew Bate – 90 Min. – Engl. OF

Mittwoch – 25. Januar 2017 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Sam Klemke hielt sein gesamtes Leben mit der Kamera fest. Lange vor der Erfindung von Selfies nutzte er 40 Jahre das Videotagebuch zur Beschreibung und Reflexion seines Lebens, ohne es anderen zugänglich zu machen, bis sein Entschluss reifte, einige Clips im Internet zu veröffentlichen. Nachdem der Regisseur Matthew Bate auf ihn aufmerksam wurde und ihn dessen skurriles Leben in den Bann zog, produzierte er einen Dokumentarfilm über seinen lebenslangen Kampf mit Beziehungen, Ängsten, Süchten und Essgewohnheiten.

dokART Filmabend #98 – 12.01.2017 – Finding Vivian Maier


Finding Vivian Maier

USA 2013 – John Maloof & Charlie Siskel – 84 Min – OmU

Donnerstag – 12. Januar 2017 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

John Maloof, ein Historiker aus Chicago, machte nach einem Auktionsbesuch eine sensationelle Entdeckung: Die von ihm erworbene Kiste beinhaltete noch nicht entwickelte Fotonegative, die qualitativ an Arbeiten berühmter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson und Diane Arbus heranreichten. Daraufhin begab er sich auf die Suche nach dieser mysteriösen Künstlerin namens Vivian Maier und stellte ein paar Fotos auf Flickr, woraufhin er einen Hinweis auf ein Depot mit mehr als 30.000 ihrer unveröffentlichten Fotos aus den 1950er Jahren erhielt. Offiziell arbeitete Maier als Kindermädchen. Aufgrund seiner Recherche konnten die Fotografien nun erstmals im Museen präsentiert werden.

Webseite zum Film: www.findingvivianmaier.com

Webseite zu Vivian Maiers Fotografien: www.vivianmaier.com


dokART Filmabend #97 – 05.01.2017 – Timeswings – Hanne Darbovens Kunst


Timeswings – Hanne Darbovens Kunst

D 2016 – Rasmus Gerlach – 82 Min.

Donnerstag – 5. Januar 2017 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Rasmus Gerlach und Bernhard Berz (Hanne Darbovens Co-Worker)

Der Dokumentarfilm über die berühmteste Harburgerin wagt einen Blick auf Leben und Kunst der Ausnahmepersönlichkeit. Rasmus Gerlachs neuer Dokumentarfilm umkreist ihr Atelier in einem alten Bauernhaus am Harburger Burgberg, das gerade um ein Dokumentationszentrum erweitert wird. In den Erinnerungen der Co-Worker, wie Hanne Darboven ihre Mitarbeiter genannt hat, werden sowohl ihre Kunst als auch ihre Persönlichkeit lebendig.

Im Anschluss um 21:30 Uhr: ›Vier Jahreszeiten – Der Mond ist aufgegangen‹ (Experimentalfilm – 1981/82 – Hanne Darboven – 50 Min.)

dokART Filmabend #96 – 19.12.2016 – Beats of the Antonov


Beats of the Antonov

ZA/SD 2014 – Hajooj Kuka – 68 Min. – OmeU

Montag – 19. Dezember 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Beats of the Antonov‹ porträtiert das vom Bürgerkrieg gezeichnete Leben in den Nuba-Bergen und der Blue-Nile-Provinz im Sudan. Im Mittelpunkt steht hierbei die Rolle der Musik im täglichen Leben, die angesichts der Herausforderungen von Krieg und Flucht zu einer Überlebensstrategie geworden ist. Nächtlicher Gesang und Tanz halten wach, wenn Bombenangriffe drohen, tagsüber werden trotz aller materiellen Knappheit Instrumente repariert und die ›Girls’ Music‹ der jungen Frauen und Mädchen entfaltet ihr zukunftsgerichtetes Potential.

dokART Filmabend #95 – 08.12.2016 – 100% Dakar – more than art


100% Dakar – more than art

AT/SN 2014 – Sandra Krampelhuber – 62 Min. – OmU

Donnerstag – 8. Dezember 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Sandra Krampelhuber

›100% DAKAR – more than art‹ ist ein Porträt der urbanen Kunst- und Kulturszene in der Hauptstadt des Senegal. Mit großer kreativer Energie entwickelt hier eine Generation junger Kunst- und Kulturschaffender ihre Arbeit jenseits ausgetretener Pfade, dafür mit gewitzten Kreativstrategien, von partizipativen und informellen Ansätzen bis zu Strategien der Selbstermächtigung und Kollaboration. Ob Tänzer_innen, Modedesigner_innen, Hip-Hop-Musiker_innen oder Aktivist_innen, gemeinsam arbeiten sie an gesellschaftlichen Veränderungen, entgegen allen ökonomischen und politischen Schwierigkeiten.

Weiterführende Infos zum Film: http://100-dakar.com

dokART Filmabend #94 – 17.11.2016 – Overgames


Overgames

D 2016 – Lutz Dammbeck – 164 Min.

Donnerstag – 17. November 2016 – 19:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Lutz Dammbeck

›Overgames‹ ist ein verschlungener essayistischer Film, der die Geschichte der Gameshows, die Re-Education der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg und die Ideengeschichte miteinander verknüpft. Jenseits der klassischen Erzählung der deutschen Geschichte nach 1945 werden Querverbindungen zu amerikanischen Psychiatrien, dem Kapitalismus und den Medien gelegt. Lutz Dammbeck beleuchtet die Bundesrepublikanische Geschichte abseits der bekannten Trampelpfade und deklarierten Erfolgsmodelle. Seine Geschichtsschreibung ist subversiv, ausladend, kombinatorisch und daher auf erstaunliche Weise anders.

dokART Filmabend #93 – 02.11.2016 – Das Meisterspiel


Das Meisterspiel

D 1998 – Lutz Dammbeck – 106 Min.

Mittwoch – 2. November 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Das Meisterspiel‹ ist ein Doku-Krimi, der sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegt und angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen in Europa nichts an Aktualität verloren hat. 1994 werden in der Wiener Kunstakademie Bilder des österreichischen Malers Arnulf Rainer von Unbekannten schwarz übermalt. Ein Jahr später taucht ein Bekennerschreiben auf, das sich gegen Rainer und die moderne Kunst richtet. Zur gleichen Zeit wird Österreich durch eine Serie von Bombenanschlägen erschüttert. Hängen diese Taten als ein Feldzug gegen die Moderne zusammen?

dokART Filmabend #92 – 27.10.2016 – The Propaganda Game


The Propaganda Game

ES 2015 – Álvaro Longoria – 98 Min. – OmU

Donnerstag – 27. Oktober 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Nordkorea ist das Schreckgespenst der westlichen Demokratie: Überall ist von nuklearer Bedrohung die Rede, Menschen hungern oder arbeiten sich in Arbeitslagern zu Tode. Regisseur Álvaro Longoria wird von dem einzigen ausländischen politischen Angestellten Nordkoreas eingeladen, sich ein Bild von den ›Propagandalügen‹ über Nordkorea zu machen. Er interviewt Menschen, hinterfragt Klischees und versucht ein objektives Bild der umstrittenen Nation zu zeichnen.

dokART Filmabend #91 – 12.10.2016 – Scientology: Ein Glaubensgefängnis


Scientology: Ein Glaubensgefängnis

USA 2015 – Alex Gibney – 115 Min. – OmU

Mittwoch – 12. Oktober 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Für sich reklamiert Scientology den Status einer Glaubensgemeinschaft, die ihren Mitgliedern zu höheren spirituellen Erkenntnissen verhilft. Kritiker sowie zahlreiche europäische Staaten stufen die Organisation, die insbesondere in den USA vielfältige Verbindungen in die Welt des Films unterhält, dagegen als extremistische Sekte ein. Regisseur Alex Gibney lässt in seinem investigativen Dokumentarfilm AussteigerInnen zu Wort kommen und zeigt die Abgründe der ›Scientology-Kirche‹ auf.

dokART Filmabend #90 – 16.09.2016 – Verhasst-geliebte Wohnmaschinen (Teil 2) – Buy Buy St. Pauli


Verhasst-geliebte Wohnmaschinen (Teil 2) – Buy Buy St. Pauli

Freitag – 16. September 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Wohnungs- und Städtebau der 1960er und 1970er Jahre wird heute häufig als problematisch wahrgenommen. Auch in Hamburg genießt die Nachkriegsmoderne hinsichtlich der Wohnbauten keinen besonders guten Ruf. Nicht zuletzt die hitzigen Debatten um die Cityhof- oder die Esso-Häuser haben allerdings gezeigt, dass hier ein Umdenken spürbar ist.

Buy Buy St. Pauli – Über die Kämpfe um die Esso-Häuser

D 2014 – Irene Bude, Olaf Sobczak & Steffen Jörg – 86 Min.

Weiterführende Infos zum Film: www.buybuy-stpauli.de

dokART Filmabend #89 – 11.09.2016 – Verhasst-geliebte Wohnmaschinen (Teil 1) – Hudekamp (u. a. Filme)


Verhasst-geliebte Wohnmaschinen (Teil 1) – Hudekamp (u. a. Filme)

Sonntag – 11. September 2016 – 17:00 Uhr & 19:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Wohnungs- und Städtebau der 1960er und 1970er Jahre wird heute häufig als problematisch wahrgenommen. Auch in Hamburg genießt die Nachkriegsmoderne hinsichtlich der Wohnbauten keinen besonders guten Ruf. Nicht zuletzt die hitzigen Debatten um die Cityhof- oder die Esso-Häuser haben allerdings gezeigt, dass hier ein Umdenken spürbar ist.

Gezeigt wird ein Filmprogramm mit aktuellen und historischen Einblicken ins Alltagsleben in solchen Wohnmaschinen, dazu werden ExpertInnen und Gäste zum Gespräch gebeten.


Programm:

ab 17:00 Uhr Filmvorführung

(1) Hudekamp – Ein Heimatfilm

D 2012 – Christian von Brockhausen & Pia-Luisa Lenz – 65 Min.

Weiterführende Infos zum Film: www.hudekamp-heimatfilm.de

(2) Bag de ens facader (Hinter den gleichen Fassaden)

DK 1961 – Peter Weiss – 27 Min.

ca. 18:35 Uhr Pause

ab 19:00 Uhr Filmgespräch mit:

Florian Wüst (Künstler und Filmkurator, Berlin)

Pia Lenz & Christian von Brockhausen (FilmemacherInnen, Hamburg)

Gesa Dralle (Kulturwissenschaftlerin, Düsseldorf)

ab 19:30 Uhr Filmvorführung

Die Grindelhochhäuser

D 2009 – Maike Möller – 90 Min.

Weiterführende Infos zum Film: www.grindelfilm.de


Eintritt pro Filmvorführung: 7,50 Euro, Eintritt für die komplette Veranstaltung: 10 Euro

Konzeption & Moderation: Janina Kriszio, Cornelia Lund & Vanessa Weber


dokART Filmabend #88 – 31.08.2016 – Irgendwie, irgendwo, irgendwann


Irgendwie, irgendwo, irgendwann

D 1987/88 – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. & HafenstraßenbewohnerInnen – 99 Min.

Mittwoch – 31. August 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Die Hamburger Hafenstraße Ende 1987: Der Konflikt spitzt sich zu. Die Häuser stehen zwischen Räumung und Legalisierung. Großeinsätze der Polizei sind an der Tagesordnung. Nachdem alle Verhandlungen scheitern, setzen die Bewohnerinnen auf eine zunehmende Verbarrikadierung und eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Dann „verpfändet“ Bürgermeister von Dohnanyi sein Amt, die Barrikaden werden abgebaut und ein Pachtvertrag wird unterschrieben – der Film liefert eine Chronologie der Ereignisse aus der Sicht der Aktivisten.

dokART Filmabend #87 – 11.08.2016 – Züri brännt


Züri brännt

CH 1980 – Videoladen Zürich – 100 Min. – OmU

Donnerstag – 11. August 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Im Zeitalter von Gentrifizierung und Immobilienblasen scheint das Bild von „langsam verrottenden Großstadtleichen“, das in „Züri brännt“ entworfen wurde, merkwürdig fern. Heute gelten Großstädte als Trendorte und Zukunftsschmieden, Eventkultur ist urbaner Pulsschlag. Und doch sind wesentliche Motive des Unmuts wie das Streben nach selbstbestimmten Freiräumen in der Stadt, das die Schweizer Jugend zu Beginn der 1980er Jahre auf die Straße getrieben hat, nicht aus der Welt. Als Selbstzeugnis der damaligen Jugendbewegung gilt „Züri brännt“ lange als Kultfilm des Videoaktivismus und als wertvolles Zeitdokument.

dokART Filmabend #86 – 26.07.2016 – Let’s get lost starring Chet Baker


Let’s get lost starring Chet Baker

USA 1988 – Bruce Weber – 120 Min. – OF

Dienstag – 26. Juli 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Bruce Weber porträtiert in seinem Oscar-nominierten Film den drogenabhängigen Jazz-Musiker Chet Baker. Dafür werden seltene Archivaufnahmen ebenso verwendet wie letzte Studioaufnahmen, die kurz vor Bakers Tod entstanden. Hinzu kommen Gespräche und Interviews mit nahen Bekannten und Verwandten, die einen Einblick in die Persönlichkeit dieses Ausnahmemusikers geben, der fernab jeglicher Konventionen ein unangepasstes Leben führte. Durch seinen eigenwilligen Lebensstil avancierte Chet Baker zum Idol für Generationen – und ist es noch heute.


dokART Filmabend #85 – 04.07.2016 – The Last Klezmer: Leopold Kozlowski, sein Leben und seine Musik


The Last Klezmer: Leopold Kozlowski, sein Leben und seine Musik

USA 1994 – Yale Strom – 85 Min. – OmeU

Montag – 4. Juli 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Yale Strom begibt sich auf die Suche nach dem letzten noch lebenden Klezmer-Musiker in Polen, Leopold Kozlowski und porträtiert gemeinsam mit ihm sein Leben. Er begleitet den Musiker bei seiner täglichen Arbeit als Dirigent in Warschau. Beide gehen aber auch auf eine Reise in die Vergangenheit und besuchen die Orte in der Ukraine, an denen Kozlowski vor dem 2. Weltkrieg gemeinsam mit seiner Familie lebte, bevor sie vor den Nazis flüchten mussten. Seine Eltern sowie sein Bruder wurden kurze Zeit später durch die Deutschen ermordet. Der Film verbindet damit Biografie und Zeitgeschichte. Er gibt Einblicke in eine längst vergangene Kultur.


dokART Filmabend #84 – 23.06.2016 – A toca do lobo


A toca do lobo (The Wolf’s Lair)

Portugal 2015 – Catarina Mourão – 102 Min. – OmeU

Donnerstag – 23. Juni 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Catarina Mourão

In A toca do lobo (The Wolf’s Lair) erforscht Catarina Mourão behutsam verschwiegene Familiengeheimnisse und deckt auf, wie politischer Widerstand unter der Salazar-Diktatur über Generationen hinweg unterdrückt wurde. Über Fotos, Filme, Briefe, Akten und Gespräche mit ihrer Mutter taucht sie ein in das ihr verborgen gebliebene Reich ihres Großvaters, des Schriftstellers Tomaz de Figueiredo (1902–1970). Sie erfährt von einem Psychiatrieaufenthalt, Untergrunderfahrungen und den wahren Grund für ein familiäres Zerwürfnis … Der Titel „Wolfsschanze“ nimmt explizit Bezug auf Hitlers ehemalige Bunkeranlage.

dokART Filmabend #83 – 07.06.2016 – A Dama de Chandor


A Dama de Chandor (The Lady of Chandor)

Portugal 1998 – Catarina Mourão – 93 Min. – OmeU

Dienstag – 7. Juni 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

A Dama de Chandor (The Lady of Chandor), eine ehemalige Grande Dame der indo-portugiesischen Gesellschaft, erhält mit routinierten Handgriffen rüstig ihr familiäres Erbe. In einem hochherrschaftlichen Palast empfängt sie, außerhalb der Regenzeit, einige europäische Touristen. Wir befinden uns in Goa. 35 Jahre sind seit der Wiedererlangung seiner staatlichen Unabhängigkeit von der portugiesischen Kolonialmacht vergangen. Die Kamera atmet tief die Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Hauses ein, nimmt in stiller Präsenz Rhythmus und Geräusche auf. Nur die Erzählungen einer nahen Verwandten, zu Besuch erwartet, bilden den Bogen zur indischen Gegenwart.

dokART Filmabend #82 – 17.05.2016 – 3 Jahre dokART – Jubiläum Teil 2


Kurzfilmabend – 3 Jahre dokART – Jubiläum Teil 2

Dienstag – 17. Mai 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Marie Losier

Im Mai 2016 feiert das dokART-Projekt sein dreijähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums zeigen wir an zwei Abenden eine sehr persönlich geprägte Sammlung unterschiedlicher dokumentarischer Kurzfilme, ausgewählt von den einzelnen dokART-Mitgliedern.

Wie verprügele ich meine Kinder

DDR 1961 – Jürgen Thierlein – 13 Min.

Remington Cal. 12

DDR 1972 – Studio H+S – 14 Min.

Die Worte des Vorsitzenden

BRD 1967 – Harun Farocki – 2 Min.

O Pássaro da Noite

PRT 2015 – Marie Losier – 20 Min.

Das offenbare Geheimnis

D 2015 – Eva Könnemann – 31 Min.


2016-05-02-Remington

dokART Filmabend #81 – 03.05.2016 – 3 Jahre dokART – Jubiläum Teil 1


Kurzfilmabend – 3 Jahre dokART – Jubiläum Teil 1

Dienstag – 3. Mai 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Pencil Quincy & Justus Pasternak

Im Mai 2016 feiert das dokART-Projekt sein dreijähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums zeigen wir an zwei Abenden eine sehr persönlich geprägte Sammlung unterschiedlicher dokumentarischer Kurzfilme, ausgewählt von den einzelnen dokART-Mitgliedern.

O Dreamland (OF)

UK 1953 – Lindsay Anderson – 11 Min.

Rancho Texas

D 2010 – Pencil Quincy & Justus Pasternak – 24 Min.

Heavy Metal Parking Lot (OmeU)

USA 1986 – Jeff Krulik & John Hayne – 17 Min.

The Cramps – Live at Napa State Mental Hospital

USA 2004 – Joe Rees – 21 Min.


2016-05-01-Cramps

dokART Filmabend #80 – 27.04.2016 – Die Strände von Agnès


Die Strände von Agnès

FR 2008 – Agnès Varda – 108 Min. – OmU

Mittwoch – 27. April 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

»Könnte man in die Menschen hineinblicken, fände man Landschaften. Würde man in mich hineinsehen, wären es Strände«, sagt die bedeutende französische Filmemacherin Agnès Varda am Anfang des Films. Mit 80 Jahren realisiert sie ihre eigene, verspielt-träumerische Biografie. Die Stationen ihres Lebens, Menschen und Orte, die ihr begegneten, liegen nicht hinter ihr in der Vergangenheit, sondern begleiten sie in konkreten Bildern, die sie für den Film inszeniert und ihren persönlichen Blick auf das 20. Jahrhundert erzählen lässt.

dokART Filmabend #79 – 11.04.2016 – A Liar‘s Autobiography


A Liar’s Autobiography: The Untrue Story of Monty Python’s Graham Chapman

UK 2013 – Benjamin Timlett, Bill Jones & Jeff Simpson – 85 Min. – OF

Montag – 11. April 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Wahrheit oder Lüge? ›A Liar’s Autobiography‹, beruhend auf der gleichnamigen Autobiografie Graham Chapmans, ist eine aberwitzige Hommage an den verstorbenen Monty-Python-Komiker, die nur so vor absurder Komik strotzt. Der Film bedient sich weitgehender Freiheiten im Umgang mit den biografischen Fakten, spart allerdings nicht Chapmans notorischen Alkoholismus und seine Homosexualität aus. Alle Konventionen des Biopics werden ad absurdum geführt, es wird mächtig dick aufgetragen und am Ende bringt John Cleese die Trauergemeinde der Beerdigung noch zum

Webseite: www.liarsautobiography.com


 

dokART Filmabend #78 – 21.03.2016 – Remake, Remix, Rip-off

Remake, Remix, Rip-off. Über Kopierpraxis und das türkische Pop Kino

D 2014 – Cem Kaya – 96 Min. – OmU

Montag – 21. März 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Vorfilm: Echo (D 2014 – Akın Kazuk 8 Min.)

In den 1960er und 1970er Jahren war die Türkei einer der größten Filmproduzenten der Welt. Die türkische Filmindustrie reagierte auf internationale Konkurrenz, indem sie kurzerhand europäische und amerikanische Filme nachdrehte. Laxe Urheberrechtsgesetze begünstigten das Sampling von Soundtracks und das adaptierende Nachspielen von Szenen. Über türkische Versionen von ›The Exorzist‹, ›Rambo‹ oder ›Star Wars‹ zeichnet ›Remake, Remix, Rip-off‹ die kreative Kopierpraxis der türkischen Filmemacher nach.

 

dokART Filmabend #77 – 16.03.2016 – Cinema Komunisto

Cinema Komunisto

SRB 2010 – Mila Turajlic – 100 Min. – OmU

Mittwoch – 16. März 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Cinema Komunisto‹ erkundet Aufstieg und Fall der kinematographischen Illusion ›Jugoslawien‹. Bislang unveröffentlichtes Material aus Archiven und Titos privatem Kino sowie Interviews mit Titos Filmvorführer, seinem Lieblingsregisseur, dem Direktor der Filmstudios – sie alle sind Teil der Erzählung, wie der Mythos Jugoslawien auf der Leinwand konstruiert wurde. Stars wie Sophia Loren, Richard Burton und Orson Welles tragen Glamour bei zu diesem Mythos, der heute lediglich verfallene Filmstudios und Erinnerungen an ein verschwundenes Land hinterlässt.

dokART Filmabend #76 – 07.03.2016 – Chuck Norris vs. Communism


Chuck Norris vs. Communism

UK/RO/D 2014 – Ilinca Calugareanu – 80 Min. – OmU

Montag – 7. März 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Gast: Ilinca Calugareanu

Rumänien in den 1980er Jahren: Man trifft sich in der Wohnung des Nachbarn mit Videorecorder und schaut auf dem Schwarzmarkt besorgte Actionfilme aus Hollywood, während draußen der Kommunismus wütet. Für alle, die sich trauen, ein Blick durch den Eisernen Vorhang in die westliche Welt. Ein cleverer Geschäftsmann und eine filmbegeisterte Übersetzerin verschaffen den Menschen durch ihre Kollaboration unvergessliche Filmerlebnisse und setzen revolutionäres Potential frei. Ein fast märchenhafter Dokumentarfilm, der durch wunderbare Reenactment-Szenen begeistert.


dokART Filmabend #75 – 15.02.2016 – Massaker


Massaker

D/LB/CH/FR 2005 – Monika Borgmann, Lokman Slim & Hermann Theißen – 96 Min.

Montag – 15. Februar 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Vom 16. bis 18. September 1982, drei Tage und zwei Nächte lang, wüteten die Mörder von Sabra und Shatila. Am Ende hatten sie zwischen 1000 und 3000 palästinensische Zivilist_innen ermordet, zumeist Frauen, Kinder und Alte. Die genaue Zahl der Opfer, der Toten und Verschwundenen, ist bis heute nicht bekannt. Der Film versteht sich inhaltlich wie ästhetisch als eine psychopolitische Studie über sechs Täter, die sowohl auf Befehl wie auch aus eigenem Antrieb am Massaker von Sabra und Shatila teilgenommen haben. Er verknüpft die psychischen Dispositionen der Täter mit ihrem politischen Umfeld und nähert sich über ihre Erzählungen auch dem Phänomen der kollektiven Gewalt.

dokART Filmabend #74 – 03.02.2016 – Wundbrand – 17 Tage in Sarajevo


Wundbrand – 17 Tage in Sarajevo

D 1994 – Didi Danquart & Johann Feindt – 79 Min.

Mittwoch – 3. Februar 2016 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Didi Danquart

Sarajevo, belagerte Stadt, mitten in Europa am Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts. ›Wundbrand‹ zeigt Splitter eines Alltags, der hinter den täglichen Schreckensbildern aus den Fernsehnachrichten liegt. Der Alltag der Bewohner_innen heißt Überleben, Weiterleben, Trotzdem-Leben. ›Wundbrand‹ versucht, diesen Alltag eines jeden Krieges zu begreifen. 17 Tage lang drehten die Autoren in Sarajevo. Sie fanden Menschen, Straßen und Plätze, die sich ihnen öffneten und Wunden zeigten, die nicht so schnell heilen werden. ›Wundbrand‹ ist ein Dokument des Krieges und des Lebens. In Bildern, Gesprächen und in der Toncollage zeigt der Film das Gesicht der Zerstörung Sarajevos und seiner Einwohner_innen.

dokART Filmabend #73 – 27.01.2016 – Work Hard Play Hard


Work Hard Play Hard

D 2011 – Carmen Losmann – 90 Min.

Mittwoch – 27. Januar 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Work Hard Play Hard‹ beschäftigt sich mit den neuen Methoden des Personalmanagements und der Arbeitsorganisation in der so genannten »creative industry«. Damit einhergehend, werden uns die Architekturen einer »schönen neuen Arbeitswelt« präsentiert. Der Film zeigt, wie Arbeitnehmer_innen unter den Bedingungen entgrenzter Arbeitsverhältnisse, losgelöst von Zeit und Raum, permanent verfügbar, ihre Arbeitskraft in den Dienst des Unternehmens stellen können. Damit zeigen sich auch eine wachsende Auflösung klassischer Arbeitsverhältnisse und die Verwischung von Privatleben und Beruf. Der Film präsentiert uns eine Welt von morgen, die es zu hinterfragen gilt.

dokART Filmabend #72 – 04.01.2016 – In dir muss brennen


In dir muss brennen

D 2009 – Katharina Pethke – 65 Min.

Montag – 4. Januar 2016 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Katharina Pethke

›In dir muss brennen‹ entwirft ein Bild neuer Arbeitswelten und der Folgen der Entgrenzungen von Arbeit. Was auf der einen Seite als individueller Freiheits- und Flexibilitätsgewinn daherkommen mag, wirft auf der anderen Seite Fragen nach den Konsequenzen für jeden Einzelnen in Bezug zu sich selbst auf. Der Film zeigt Situationen, in denen Menschen mithilfe von Seminaren und Coachings fit gemacht werden sollen für die neuen Anforderungen und Herausforderungen, die elementar an der Herausbildung des »unternehmerischen Selbst« (Ulrich Bröckling) ansetzen. Er kommt ohne die üblichen Erklärungen aus und inszeniert sein Thema durch die kräftige Bildsprache und Beobachtungsgabe der Filmemacherin.

dokART Filmabend #71 – 17.12.2015 – Moi, un noir (Ich, ein Schwarzer)


Moi, un noir (Ich, ein Schwarzer)

F 1958 – Jean Rouch – 73 Min. – OmeU

Donnerstag – 17. Dezember 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

In ›Moi, un noir‹ entwickelt Jean Rouch das Porträt dreier junger Nigerianer, die sich Edward G. Robinson, Eddie Constantine und Tarzan nennen. Sie haben ihre ländliche Heimat verlassen, um sich in Abidjan mit Gelegenheitsjobs durchzuschlagen. Dokument, Fiktion und Improvisation überlagern sich in den Filmbildern, die den von der kolonialen Lebenssituation beherrschten Alltag der Protagonisten zeigen. Zugleich prägt den Film eine spielerisch-leichte Haltung, nicht zuletzt dadurch, dass die Aufnahmen vom Off-Kommentar eines der drei Protagonisten sehr lebendig reflektiert und bisweilen ironisch unterlaufen werden.

dokART Filmabend #70 – 08.12.0215 – Come Back, Africa


Come Back, Africa

USA 1959 – Lionel Rogosin – 84 Min. – OmU

Dienstag – 8. Dezember 2015 – 21:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Come Back, Africa‹ porträtiert die harte Realität des Lebens unter den Bedingungen der Apartheidspolitik in Südafrika. Heimlich in den Townships von Johannesburg aufgenommen, zeigt der dokufiktionale Film in eindrücklichen Bildern die tragischen Ereignisse um den vom Land eingewanderten Zachariah und seine Frau Vinah, die durch die strikten Rassengesetze ausgelöst werden. Neben der individuellen Tragödie zeichnet sich der größere politische Rahmen ab, wenn über die Möglichkeit eines befreiten Südafrikas ohne Rassendiskriminierung diskutiert wird – musikalisch unterstützt durch einen Auftritt Miriam Makebas.

Weitere Infos zum Film: www.comebackafrica.com


dokART Filmabend #69 – 25.11.2015 – 1,7


1,7

D 2013 – Mathis Menneking & Timo Schierhorn – 96 Min.

Mittwoch – 25. November 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Gäste: Timo Schierhorn, Mathis Menneking

1,7 – das ist der durchschnittliche alkoholische Pegelstand eines jeden guten Punk-Konzertbesuchers. Und es ist gleichzeitig der Titel eines berühmten Songs der Hamburger Punklegende Slime. Der Film begleitet die Band bei ihrer 2010er Tour durch deutschsprachige Städte und Orte. Er porträtiert nicht nur eine in die Jahre gekommene Punkband, die in ihren Anfangsjahren an Radikalität kaum zu überbieten war, sondern er kommentiert auch die Freuden und Zumutungen eines anstrengenden Tourneealltags und die schönen und weniger schönen Seiten ihrer Aufführungsorte.

Weitere Infos zum Film: www.1komma7.de & www.facebook.com/1komma7



2015-11 - 2 - 1,7 - Poster

dokART Filmabend #68 – 11.11.2015 – PULP – A film about life, death, and supermarkets


PULP – A film about life, death, and supermarkets

UK 2014 – Florian Habicht – 90 Min. – engl. OF

Mittwoch – 11. November 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Mit Gästen

In Kooperation und als Auftaktveranstaltung des 9. UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg präsentieren wir die Hamburg-Premiere eines Porträts der Britpop-Band PULP. Dabei stehen vor allem die Stadt Sheffield, Mutter vieler Bands und Musikgenres, sowie ihre Bevölkerung im Mittelpunkt. Wir begegnen singenden Rentnern, zahnlosen Kioskverkäufern, tätowierten Jungfleischern und allerhand weiterem Personal aus dem sozialen Umfeld dieser nordenglischen Stadt, die schon so viele Bands und Musikkulturen hervorgebracht hat.

Weitere Infos zum Film: www.florianhabicht.com/Pulp-2014


dokART Filmabend #67 – 29.10.2015 – Beijing Bubbles


Beijing Bubbles

CN 2006 – Susanne Messmer & George Lindt – 82 Min. – OmU

Donnerstag – 29. Oktober 2015 – 21:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film gibt einen Einblick in die Pekinger Punk-Szene, ihre Musiker_innen und Protagonist_innen, die sich gegen die herrschenden Lebensentwürfe stellen. Er entstand unter schwierigen Bedingungen und teilweise mithilfe einer versteckten Kamera. Neben einer musikkulturellen Bestandsaufnahme und der Darstellung der Gefühls- und Gedankenwelten junger chinesischer Punk-Musiker_innen liefert dieser Film auch einen kritischen Blick auf die Gegenwart der chinesischen Gesellschaft.

dokART Filmabend #66 – 14.10.2015 – Don’t Think I’ve Forgotten: Cambodia’s Lost Rock and Roll

Don’t Think I’ve Forgotten: Cambodia’s Lost Rock and Roll

USA/F/KHM – John Pirozzi – 107 Min. – OmeU

Mittwoch – 14. Oktober 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

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Während der 1960er und frühen 1970er Jahre erblühte in Kambodscha eine neue Musikszene, in der junge Musiker_innen die traditionelle Musik des Landes mit den diversen Spielarten der westlichen Rock- und Popmusik fusionierten. Als jedoch nach einem mehrjährigen Bürgerkrieg die Roten Khmer im April 1975 die Macht in Kambodscha erlangten, begannen sie das Land von allen westlichen Einflüssen sowie angeblichen ›Volksfeinden‹ zu ›säubern‹. So wurden unter anderem auch westlich beeinflusste Musiker_innen gezielt verfolgt und ermordet. Mit ›Don’t Think I’ve Forgotten‹ setzt John Pirozzi dieser ausgelöschten Musikszene und ihren Stars ein filmisches Denkmal.

Weiterführende Infos zum Film: www.dtifcambodia.com



2015-10 - 2 - Dont Think Ive Forgotten 3

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2015-10 - 2 - Dont Think Ive Forgotten 2

dokART Filmabend #65 – 01.10.2015 – Bandonion (Teil 1 und 2)


Bandonion – Teil 1: Deutsche Tangos und Teil 2: Tangos im Exil

BRD 1979/80 und 1981 – Klaus Wildenhahn – gesamt 110 Min.

Donnerstag – 1. Oktober 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Klaus Wildenhahn und Rasmus Gerlach

Fasziniert begeben sich Wildenhahn und der Arbeiterdichter Günter Westerhoff auf eine Forschungsreise in die Geschichte des Bandonions, der Leute, die es gespielt haben und noch spielen, und seiner Musik, dem Tango. So entreißen sie einen Teil der proletarischen Musikkultur dem Vergessen. Westerhoff war einer der letzten Komponisten für dieses Instrument. Vor Kurzem ist er verstorben. Die zwei Filme erinnern an ihn.

dokART Filmabend #64 – 22.09.2015 – La Vida Loca – Die Todesgang


La Vida Loca – Die Todesgang

ES/SV/MX/FR 2009 – Christian Poveda – 90 Min.

Dienstag – 22. September 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Im zweiten Teil unseres Themenmonats Jugendgang zeigen wir den Film ›La Vida Loca – Die Todesgang‹. Dieser behandelt die Jugendgang der ›Mara 18‹ in El Salvador, die nach dem Vorbild amerikanischer Gangs kriminell organisiert und mit anderen Gangs wie der ›Mara Salvatrucha‹ in Feindschaft verbunden ist. Der Film beleuchtet Leben und Sterben der ›Maras‹ sowie ihre klandestinen Strukturen. Christian Poveda wurde im September 2009, ein Jahr nach Beendigung der Filmaufnahmen, in El Salvador erschossen.

dokART Filmabend #63 – 08.09.2015 – Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn


Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn

BRD 1978 – Jens-Uwe Scheffler & Max H. Rehbein – 87 Min.

Dienstag – 8. September 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film ›Lefty – Erinnerung an einen Toten in Brooklyn‹ begleitet eine New Yorker Gang kurz nach dem gewaltsamen Tod ihres Anführers Lefty. Dieser wurde als Bandenchef der ›Sex Boys‹ von der rivalisierenden Bande der ›Crazy Homicides‹ erstochen. Wird Brother Lou, der neue Chef der ›Sex Boys‹, den Rachefeldzug gegen die ›Crazy Homicides‹ befehlen, oder kann der Polizist Frank den potentiellen Bandenkrieg verhindern?

dokART Filmabend #62 – 19.08.2015 – JAZZBANDiten – Die Story vom Basin Street Club


JAZZBANDiten – Die Story vom Basin Street Club

BRD 1959 – Bodo Ulrich – 89 Min.

Mittwoch – 19. August 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Ausgestattet mit einer Kamera und sechs kleinen Scheinwerfern macht Bodo Ulrich sich auf, um die Entstehung eines Amateur-Jazzclubs in einem umfunktionierten Kohlenkeller Düsseldorf zu filmen. Der Film fängt in einer unverkrampften Inszenierung zugleich die Atmosphäre im Club mit den Jam-Sessions ein sowie das Leben der jungen Musiker, die sich alle selbst darstellen, bei Ausflügen und nächtlichen Stadtbummeln.

dokART Filmabend #61 – 05.08.2015 – Jugend im dokumentarischen Film nach 1945


Jugend im dokumentarischen Film nach 1945

Mittwoch – 5. August 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

 

1 – Jungen unter sich

BRD 1949 – Ernst Hess – 13 Min.

2 – Wir trafen uns in Budapest

DDR 1960 – Klaus Laschet – 14 Min.

3 – Haus der Jugend

BRD 1950 – Johannes Lüdke – 16 Min.

4 – Eine Nacht wie jede andere

DDR 1957 – Joachim Hadaschik – 16 Min.

5 – Barfuß und ohne Hut

DDR 1965 – Jürgen Böttcher – 26 Min.

Dieser Filmabend – mit fünf dokumentarischen Kurzfilmen – bildet den Auftakt zu einer Reihe zu Jugend und Musik in dokumentarischen Filmen. Kinder und Jugendliche bilden die gesellschaftliche Zukunft und geben Anlass zu Sorge und Hoffnung zugleich. Die Kulturfilme aus dem Deutschland der Nachkriegszeit zeigen sie als hoffnungsvolle Träger*innen einer friedlichen, demokratischen Zukunft, die sie bei gemeinsamen Urlaubsreisen und kulturellen Aktivitäten erproben.  Zugleich müssen sie jedoch beschützt werden vor den lauernden Gefahren der Straße und der Faszinationskraft der Halbstarken. Erst mit den 1960er-Jahren deutet sich, auch filmästhetisch, eine veränderte Stimmung jugendlicher Selbstermächtigung an.

dokART Filmabend #60 – 15.07.2015 – Architektur-Visionen #6


Architektur-Visionen #6 – Raum zum Wohnen

Mittwoch – 15. Juli 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

The Wounded Brick

DE/IT 2013 – Sue-Alice Okukubo & Eduard Zorzenoni – 83 Min. – OmeU

Was verbindet die Orte Berlin, Köln, Wien, Rom, Mailand, L’Aquila und Valle Bavona? Der Raum zum Wohnen ist knapp. ›The Wounded Brick‹ ist ein filmischer Essay über Visionen, Wünsche und das Scheitern bei der Suche nach dem Ort, dem Haus oder der Wohnung in der man bleiben will – immer begleitet von der Frage: Wem gehört die Stadt?

Weiterführende Infos zum Film: www.thewoundedbrickfilm.com


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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www.architektursommer.de

dokART Filmabend #59 – 02.07.2015 – Architektur-Visionen #5


Architektur-Visionen #5 – Animated Architecture

Donnerstag – 2. Juli 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Animated Architecture zeigt in zwei Screenings animierte Visualisierungen gebauter, zukünftiger und imaginierter Architektur, wobei Sound und Musik zentrale Elemente der Filme und Videos aus Architektur, Kunst und Design bilden. Zu sehen sind dabei Pop-Up-Städte, Zuckerfassaden, fliegende Räume, tanzende Geländer und brennende Zimmer.

Bonus

Baumeister

AT 2012 – Claudia Larcher – 9:30 Min.

 

Animated Architecture 1 – ca. 1 St.

Peripetics

DE 2008 – Zeitguised

Crest

DE 2008 – Andreas Martini

District 2: Edge 1

CA 2006 – Limmat

My Playground (Trailer)

DK 2009 – Kaspar Astrup Schröder

Twisted Reality

DE 2008 – Johannes Guerreiro

Visual Music

DE 2008 – Jan Schönwiesner

Rahova

CZ 2009 – David Mozny

Berlin Block Tetris

DE 2009 – Sergej Hein

Invisible Cities

ES/US 2003 – Julio Soto

The Space between

GB 2005 – Mirza & Butler

Architectural Density

GB 2006 – Quayola

Matter in Motion

GB 2008 – Semiconductor

 

Animated Architecture 2 – ca. 1 St.

Efdemin – There Will Be Singing (Chicago)

DE 2010 – jutojo & Philipp Sollmann

Urban Poems

DE 2014 – Jörn Staeger

XI

DE 2008 – Pia Maria Martin

Alles wird gut

DE 2006 – Dagmar Keller & Martin Wittwer

The Technocrat Retrofit of London

GB 2009 – Keiichi Matsuda

Earthbound

GB 2010 – Sara Muzio

The Poetry Of The Suburbs

JP 2004 – Juryoku

Metropolis

US 2008 – Rob Carter

Architecture

FR 2008 – Bruno Barthas

Parkour Motion Reel

SG 2009 – Serene Teh

Kuratiert von Cornelia und Holger Lund/fluctuating images in Kooperation mit dem Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart.

Für mehr Informationen siehe: www.fluctuating-images.de


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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dokART Filmabend #58 – 24.06.2015 – Architektur-Visionen #4

Videostill aus: Haig Aivazian: The Unimaginable Things We Build. Into Thin Air Into the Ground
Courtesy of the artist and Sfeir-Semler Gallery, Beirut and Hamburg


Architektur-Visionen #4 – Möglichkeiten aus dem Unmöglichen

Mittwoch – 24. Juni 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

The Unimaginable Things We Build: Into Thin Air into the Ground

US 2011 – Haig Aivazian – 31 Min. – OF

Torre David: The World’s Tallest Squat

VE/CH 2013 – Daniel Schwartz & Markus Kneer – 23 Min. – OmeU

Le Vele di Scampia

IT 2009 – Tobias Zielony – 9:16 Min.

Drei Filme, drei Gebäude, drei Visionen und unendlich viele Möglichkeiten heraus aus dem Unmöglichen. Am Beispiel jeweils eines emblematischen Gebäudes verhandeln die Arbeiten Fragen der Nutzung und Umnutzung von Gebäuden und des zeitgenössischen Wohnens zwischen sozialer Ungleichheit und globaler Ökonomie neu. Aivazian untersucht das Burj Khalifa Gebäude in Dubai als Emblem der globalen Finanzlogik, die Arbeiten von Zielony und Schwartz/Kneer beleuchten das Schicksal zweier gesquatteter Gebäude, ›Le Vele‹ in Neapel, Camorra-Stützpunkt und gescheiterte Utopie des sozialen Wohnungsbaus, und ›La Torre David‹, zeitweiliges Symbol für wohnpolitische Eigenermächtigung.

Weiterführende Infos zu den Filmen:

The Unimaginable Things We Build: Into Thin Air into the Ground: http://www.haigaivazian.com

Torre David: The World’s Tallest Sqat: http://www.idfa.nl

Le Vele di Scampia: http://www.kow-berlin.info


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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dokART Filmabend #57 – 12.06.2015 – Architektur-Visionen #3


Architektur-Visionen #3 – Architektonische Utopien

Freitag – 12. Juni 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Les Visionnaires – une autre histoire de l’architecture

FR 2013 – Julien Donada – 71 Min. – OmeU

Die fantastische Welt architektonischer Utopien der 1960er und 1970er Jahre erkundet ›Les Visionnaires – une autre histoire de l’architecture‹. Eine junge Generation von Architekten richtet sich gegen das hyperfunktionalistische Diktat und erprobt andere Wege das Städtische zu denken: vom Experimentellen zum Visionären, von technologischer Innovation zu multiplen neuen Territorien, vom Imaginären zu rhizomorphen Kollektiven.

Weiterführende Infos zum Film: http://petitapetitproduction.com


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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dokART Filmabend #56 – 18.05.2015 – Architektur-Visionen #2


Architektur-Visionen #2 – Gebaute Architekturutopien

Montag – 18. Mai 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Beyond Metabolism

DE 2014 – Stefanie Gaus/Volker Sattel – 41 Min.

Synthese – Die große Rundfunksendung

DDR 1957 – Joachim Hellwig – 19 Min.

Von Kyoto nach Berlin reichen die gebauten Architekturutopien, die im Zentrum der beiden Filme ›Beyond Metabolism‹ und ›Synthese – Die große Rundfunksendung‹ stehen. Zwischen Zweckmäßigkeit und Ästhetik, Struktur und Dynamik, Beton und Zukunft changieren die Visionen der gebauten Träume einer dynamischen Architektur – die noch heute die Visionen bestimmt?

Weiterführende Infos zu den Filmen:

Beyond Metabolism: http://films.arsenal-berlin.de

Synthese – die große Rundfunksendung: http://www.defa.de


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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dokART Filmabend #55 – 05.05.2015 – Architektur-Visionen #1

Still aus dem Film: Canoas von Tamar Guimarães


Architektur-Visionen #1 – Haus im Film

Dienstag – 5. Mai 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Vom Menschen im Haus zum Haus im Film führt der erste Abend der Architektur-Visionen. Aus Sicht zeitgenössischer Künstler_innen geht es in den sieben filmischen Beiträgen um Architektur, die zu ihrer Entstehungszeit Visionen vom modernen Wohnen und Leben verkörperte. Die Beiträge wurden kuratiert von Susanne Bürner.

Zu Gast: Susanne Bürner

Welt vor der Schwelle

DE 2012 – Andreas Bunte – 10 Min.

Landhaus Lemke

DE 2010 – Heidi Specker – 7:40 Min.

The Terrace

DE 2011 – Laura Horelli – 24 Min.

Proprio Aperto

DE 2005 – Natascha Sadr Haghighian, Judith Hopf & Florian Zeyfang – 6 Min.

Singspiel

DE 2009 – Ulla von Brandenburg – 14:45 Min.

A House of One’s Own – Me and My Neighbors

PL 2013 – Susanne Bürner – 28 Min.

Canoas

BR 2010 – Tamar Guimarães – 13:25 Min.


Die Reihe ›Architektur-Visionen‹ ist kuratiert von Janina Kriszio, Cornelia Lund und Vanessa Weber.

Eine Veranstaltung im Rahmen des 8. Hamburger Architektur Sommers – Mai bis Juli 2015.

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dokART Filmabend #54 – 28.04.2015 – Striche ziehen


Striche ziehen

DE 2014 – Gerd Kroske – 96 Min.

Dienstag – 28. April 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Gerd Kroske

Der weiße Strich war eine Kunstaktion von fünf Weimarer Punks in West-Berlin 1986. Sie waren gerade aus der DDR abgeschoben worden. Über alle Graffitis hinweg markierten sie die Mauer mit einem dicken, weißen Strich. Einer von ihnen wird von einem DDR-Grenzer gefasst und landet in Bautzen. Ein anderer hatte, wie sich später herausstellte, für die Stasi gearbeitet und in der Vergangenheit seine engsten Freunde verraten. Viele Jahre später erinnern sich die fünf Männer an diese Aktion und lassen die Geschehnisse Revue passieren. Gerd Kroske rekonstruiert in seinem Film die Vorgeschichte dieser Kunstaktion und zeichnet ein dichtes Bild über die Weimarer Hippie- und Punkszene der 80er Jahre. Dabei lotet er auch die persönlichen Dimensionen von Vergessen und Vergeben im Zusammenhang mit der DDR-Geschichte aus.

Weiterführende Infos zum Film: www.striche-ziehen.de

dokART Filmabend #53 – 21.04.2015 – Heino Jaeger – look before you kuck


Heino Jaeger – look before you kuck

DE 2012 – Gerd Kroske – 124 Min.

Dienstag – 21. April 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zweifellos ist Heino Jaeger zu den großen deutschen Komikern zu zählen. Wirklich berühmt ist er allerdings nie geworden. Vielmehr ist seine rätselhafte Persönlichkeit kaum zu fassen. Gerd Kroske spürt in dieser schwer greifbaren Person Jaegers nach und zeichnet das komplexe Porträt eines Abwesenden. Jaeger war Maler, Satiriker und Radiokünstler und arbeitet sich in seinem Oeuvre auf seine ganz eigene Art und Weise an der deutschen Vergangenheit ab, er sammelte, katalogisierte und schlüpfte immer wieder in unterschiedliche Rollen – er starb 1997 in psychiatrischer Behandlung.

Ausführliche Infos zum Film: www.heino-jaeger-film.de

dokART Filmabend #52 – 14.04.2015 – Wollis Paradies


Wollis Paradies

DE 2007 – Gerd Kroske – 60 Min.

Dienstag – 14. April 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Wolli ist Wolfgang Köhler, ehemals Pornokinobesitzer und Bordellbetreiber. Heute lebt er in der Hamburger Vorstadt und kann mit dem bürgerlichen Leben hier nur bedingt etwas anfangen. Im Film erinnert er sich an die frühere Zeit, in der er lebenshungrig aus Sachsen kommend auf St. Pauli landete und damit begann Nacktfotos zu verkaufen, um schließlich alle Untiefen des Sexgeschäftes kennenzulernen. Trotz aller Klischees ein dichtes Bild einer ungewöhnlichen Biografie.

Ausführliche Infos zum Film: www.wollis-paradies.de

dokART Filmabend #51 – 02.04.2015 – Der Boxprinz


Der Boxprinz

DE 1999/2000 – Gerd Kroske – 100 Min.

Donnerstag – 2. April 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Boxers Norbert Grupe, der unter seinem Kampfnamen Prinz von Homburg bekannt wurde. Sein skandalträchtiger Boxstil, seine Verwicklungen in das halbseidene Milieu von Hamburg-St.Pauli und sein Talent zur Selbstinszenierung machten ihn zum Glamourösesten was das deutsche Profiboxen jemals hervorgebracht hat. Neben der schillernden Persönlichkeit Grupes porträtiert Gerd Kroske das Boxermilieu der 60er und 70er Jahre und die bürgerliche Enge dieser Zeit.

Ausführliche Infos zum Film: www.boxprinz.de

dokART Filmabend #50 – 31.03.2015 – Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser


Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser

CH/DE 2012 – Urs Schnell – 90 Min.

Dienstag – 31. März 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé dominiert auch den globalen Handel mit Flaschenwasser. Das deutsche Mineralwasser Fürst Bismarck, Perrier, Vittel (beide Frankreich) und S. Pellegrino (Italien) sind im Besitz von Nestlé. Kann es noch mit rechten Dingen zugehen, wenn ein Konzern den Handel mit einem so lebenswichtigen Element weltweit zu kontrollieren scheint? Wenn die Folge ist, dass sich die Menschen in Ländern wie Nigeria kein sauberes Trinkwasser mehr leisten können? Der Regisseur Urs Schnell und der Journalist Res Gehriger (Drehbuch) machten sich auf die Suche nach dem Geschäft mit dem Wasser.

dokART Filmabend #49 – 09.03.2015 – Watermark


Watermark

KAN 2013 – Jennifer Baichwal & Edward Burtynsky – 92 Min.

Montag – 9. März 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Damit wir mit unseren Wasserressourcen verantwortungsvoll umgehen, müssen wir die Bedeutung des Wassers für den Menschen verstehen. In ›Watermark‹, was mit Wasserzeichen übersetzt werden kann, haben sich die Regisseurin Jennifer Baichwal und der Fotograf Edward Burtynsky diese Aufgabe gestellt. In beeindruckenden 5K-Bildern zeigen sie vielfältige globale Dimensionen des Verhältnisses von Mensch und Wasser auf. Unmissverständlich erzählt uns der Film: ohne Wasser kein Leben, ohne Wasser keine Zukunft.

dokART Filmabend #47 – 26.02.2015 – Videogramme einer Revolution


Videogramme einer Revolution

D 1992 – Harun Farocki & Andrei Ujica – 107 Min.

Donnerstag – 26. Februar 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Im Herbst 1989 fand in Rumänien die ›erste Fernseh-Revolution‹ statt. Demonstranten besetzten vom 21. – 26. Dezember den offiziellen rumänischen Fernsehsender und waren fast durchgehend während des politischen Umsturzes live auf Sendung. Der Film zeigt den Sturz des Diktators Ceaucescus und seiner Ehefrau bis zu deren Erschießung. Harun Farocki, der im Juli des letzten Jahres plötzlich verstarb, und Andrei Ujica montieren Teile des Materials zu einer kritischen Analyse der bewegenden und bewegten Tage damals im Dezember.

dokART Filmabend #46 – 12.02.2015 – The Unknown Known


The Unknown Known (OmU)

USA 2013 – Errol Morris – 105 Min.

Donnerstag – 12. Februar 2015 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›The Unknown Known‹ ist zu einem geflügelten Wort der kriegstreiberischen Rhetorik und Politik unter der Präsidentschaft von George W. Bush und seines Verteidigungsministers Donald Rumsfeld geworden. Es beschreibt die Situation mit einem Wissen zu operieren, das den Operateuren selbst nicht bekannt ist – aber als Möglichkeit von diesen angenommen wird. Mit dieser paradoxen Formel wurde bekanntlich ein Krieg entfacht, der bis heute seine Spuren im arabischen Raum hinterlassen hat. Der Film porträtiert Donald Rumsfeld, den wichtigen Entscheidungsträger und starken Mann hinter George W. Bush.

dokART Filmabend #45 – 26.01.2015 – Gesicht und Antwort


Gesicht und Antwort

D 2010 – Peter Ott – 72 Min.

Montag – 26. Januar 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Peter Ott (Filmemacher/Professur für den Studienbereich Film und Video der Merz-Akademie Stuttgart)

Daniela Ott befindet sich in einem Zustand, der, je nach Perspektive des Benennenden, ›appallisches Syndrom‹, ›Wachkoma‹, ›Pflegestufe F‹ oder ›Low Consciousness State‹ genannt wird. Der Film begleitet sie durch den Tag und konzentriert sich dabei auf die Großaufnahme. Auf das Gesicht, in das wir sehen und das uns ansieht, dessen Blick wir aushalten müssen und das, indem es nicht in eine symbolische Schuss-/Gegenschuss-Ordnung überführt wird, zur Erfahrung wird.

Den Auftakt zu unserem dokART Filmabend #45 bildet Peter Otts Vortrag ›Protagonisten in dokumentarischen Milieus‹, im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung ›Medienkulturen des Dokumentarischen‹ an der Universität Hamburg, die in Kooperation mit Mitgliedern des DFG-Projekts ›Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005‹, dokART und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt wird.

Protagonisten in dokumentarischen Milieus – Referent: Prof. Peter Ott

Montag – 26. Januar 2015 – 18:00-20:00 Uhr – Universität Hamburg – Von-Melle-Park 6 (Philosophenturm) – Hörsaal D

dokART Filmabend #44 – 19.01.2015 – Majubs Reise


Majubs Reise

D 2013 – Eva Knopf – 50 Min.

Montag – 19. Januar 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Eva Knopf (Filmemacherin/wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt ›Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005‹, FU Berlin)

›Majubs Reise‹ erzählt die Geschichte des Majub bin Adam Mohamed Hussein, der als schwarzer Soldat im Ersten Weltkrieg für die Deutschen kämpfte. Als er seinen Sold nicht ausbezahlt bekommt, begibt er sich nach Deutschland, um diesen persönlich abzuholen. Während des Nationalsozialismus wird Majub zum Statisten und Kleindarsteller im deutschen Kino und spielt in sämtlichen Nebenrollen, in denen ein Schwarzer benötigt wurde. Ein Film über eine längst vergessene Person und zu einem historisch wenig behandelten Thema.

Den Auftakt zu unserem dokART Filmabend #44 bildet Eva Knopfs Vortrag ›Das Archiv und seine Lücke‹, im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung ›Medienkulturen des Dokumentarischen‹ an der Universität Hamburg, die in Kooperation mit Mitgliedern des DFG-Projekts ›Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005‹, dokART und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt wird.

Das Archiv und seine Lücke – Referentin: Eva Knopf

Montag – 19. Januar 2015 – 18:00-20:00 Uhr – Universität Hamburg – Von-Melle-Park 6 (Philosophenturm) – Hörsaal D

dokART Filmabend #43 – 12.01.2015 – Maidan


Maidan

OmeU – NL/UA 2014 – Sergei Loznitsa – 130 Min.

Montag – 12. Januar 2015 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Dr. Ramón Reichert (Kultur- und Medientheoretiker/Gastprofessur am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien)

›Maidan‹ ist ein dokumentarischer Film über die aktuellen Kiewer Ereignisse, der schon wenige Monate nach diesen erschienen ist. Er fängt die Atmosphäre der Proteste und Zusammenstöße sowohl sichtbar wie auch hörbar ein, ohne die Bilder zu kommentieren. Daraus entsteht eine Chronik der Ereignisse, die in das Porträt einer erwachenden Nation und der Wiederentdeckung ihrer Identität münden.

Den Auftakt zu unserem dokART Filmabend #43 bildet Ramón Reicherts Vortrag ›»Im Kino der Humanwissenschaften«: Dokumentarische Filme als Wissenschaftsfilme‹, im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung ›Medienkulturen des Dokumentarischen‹ an der Universität Hamburg, die in Kooperation mit Mitgliedern des DFG-Projekts ›Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005‹, dokART und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt wird.

»Im Kino der Humanwissenschaften«: Dokumentarische Filme als Wissenschaftsfilme – Referent: Dr. Ramón Reichert

Montag – 12. Januar 2015 – 18:00-20:00 Uhr – Universität Hamburg – Von-Melle-Park 6 (Philosophenturm) – Hörsaal D

dokART Filmabend #42 – 16.12.2014 – Heiligabend auf St. Pauli


Heiligabend auf St. Pauli

D 1968 – Klaus Wildenhahn – 51 Min.

Dienstag – 16. Dezember 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Passend zum nahenden Heiligabend zeigen wir einen Klassiker des Hamburger Dokumentarfilmers Klaus Wildenhahn. ›Heiligabend auf St. Pauli‹ ist die filmische Essenz einer zehnstündigen Nacht in einer Hamburger Hafenkneipe. An diesem Abend landen dort die unterschiedlichsten sozialen Milieus und versuchen, Einsamkeit und Isolation durch die heimelige Atmosphäre der Gaststätte zu entkommen. Wildenhahn taucht in gewohnter Manier in die Ereignisse des Abends ein und fängt so eine Atmosphäre in ihrer Einzigartigkeit ein.

dokART Filmabend #41 – 08.12.2014 – Die Wäscherei


Die Wäscherei

D 1993 – Kerstin Stutterheim – 64 Min.

Montag – 08. Dezember 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film ›Die Wäscherei‹ beobachtet die Arbeit und das Leben von Frauen in einer Wäscherei am Rande von Berlin zur Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs in der Wendezeit. Er porträtiert die weitreichenden sozioökonomischen Veränderungen in einem kleinen Familienbetrieb, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon sehr lange kennen und doch nicht unberührt bleiben von der Umstellung von Planwirtschaft auf Marktwirtschaft. Der Film unternimmt es, einen Ausschnitt dieser Zeit festzuhalten.

dokART Filmabend #40 – 25.11.2014 – Dostojevsky’s Travels


Dostoevsky’s Travels

UK 1991 – Pawel Pawlikowski – 52min. – OF

Dienstag – 25. November 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs reist der St. Petersburger Straßenbahnfahrer Dimitri Dostojewski nach Hamburg und Berlin, um sich den Traum eines eigenen Mercedes zu erfüllen. Er reist auf Einladung der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft, die ihn als Enkel und einzigen lebenden Nachfahren des Literaten Fjodor Dostojewskis aufgespürt und ihn zu einer Reihe von Lesungen überredet hatte. Dimitri, eher wenig an Literatur interessiert, ist alles recht, um genügend Startkapital für seinen Mercedes zusammenzubringen. Ein feinsinnig beobachtetes, humoristisches Porträt über gegensätzliche Systeme: Ost und West, deutsches Bildungsbürgertum und halbseidene Gebrauchtwagenwelten, dokumentarisches Beobachten und filmische Inszenierung.

dokART Filmabend #39 – 03.11.2014 – Stau – Jetzt geht’s los


Stau – Jetzt geht’s los

D 1992 – Thomas Heise – 85min.

Montag – 3. November 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Thomas Heise

Der Film ›Stau – Jetzt geht’s los‹ ist ein Porträt rechtsradikaler Jugendlicher aus Halle/Saale. Thomas Heise stellt die fünf Jugendlichen in ihrer Freizeit, bei der Arbeit, in ihren familiären Bindungen vor und schafft so ein überzeugendes Alltagsporträt, das bei seinem Erscheinen kontrovers diskutiert wurde. Die Befürworter des Films loben seine Nähe zu den Lebenswelten der Jugendlichen, ohne diese zu kommentieren. Andere sehen gerade hierin einen Ansatz zur Kritik, da der Film ihre Einstellungen und Haltungen ohne Wertung stehen lässt. In jedem Fall ist es Thomas Heise gelungen, einen Einblick in die jugendlichen Mentalitätslagen der damaligen Wendegeneration zu geben, der auch heute nichts von seiner Aktualität und Brisanz verloren hat.

Weiterführende Informationen von Thomas Heise zum Film.

dokART Filmabend #38 – 20.10.2014 – Schnitte in Zeit und Raum


Schnitte in Zeit und Raum

D 2006 – Gabriele Voss – 75min.

Montag – 20. Oktober 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Zu Gast: Gabriele Voss

Die für das Publikum meist im Verborgenen stattfindende Arbeit von FilmcutterInnen ist wesentlich für die Entstehung eines Films. Bei dieser sensiblen Arbeit am aufgenommenen Material geht es darum, den richtigen Rhythmus zu entschlüsseln, eine plausible Erzählstruktur zu finden, Zeit und Raum neu zu ordnen. Der Film behandelt die wesentliche Phase der Postproduktion des Filmemachens und vermittelt eindrücklich wie ein Film als Gesamtkomposition entsteht. Gabriele Voss ist selbst Filmemacherin, Kamerafrau und Cutterin und hat gemeinsam mit Christoph Hübner zahlreiche Filme produziert und zu diesem Thema publiziert.

Den Auftakt zu unserem dokART Filmabend #38 bildet die öffentliche Ringvorlesung „Medienkulturen des Dokumentarischen“ an der Universität Hamburg, die in Kooperation mit Mitgliedern des DFG-Projekts „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005“ und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt wird.

Montag – 20. Oktober 2014 – 18:00 Uhr – Universität Hamburg – Von-Melle-Park 6 – Hörsaal D

Öffentliche Ringvorlesung – Medienkulturen des Dokumentarischen – 20.10.2014 – Schnitte in Zeit und Raum


Öffentliche Ringvorlesung – Medienkulturen des Dokumentarischen (Teil 2)

Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur

Montag – 20. Oktober 2014 – 18:00–20:00 Uhr – Universität Hamburg – Philosophenturm – Von-Melle-Park 6 – Hörsaal D

Schnitte in Zeit und Raum

Referentin: Gabriele Voss (Filmmacherin/Cutterin)

Gabriele Voss ist die Arbeits- und Lebenspartnerin des Dokumentarfilmers Christoph Hübner und wirkte unter anderem an folgenden Dokumentarfilmen mit:

Mandela (2012)

Halbzeit – Vom Traum ins Leben (2010)

Thomas Harlan – Wandersplitter (2007)

Schnitte in Raum und Zeit (2006)

Die Champions (2003)

Das Alte und das Neue (1998)

 

Im Anschluss an die Ringvorlesung zeigen wir im Rahmen unserer dokART Filmreihe im Metropolis Kino Hamburg ab 21:15 Uhr Gabriele Voss’ Dokumentarfilm Schnitte in Raum und Zeit (2006).

 

Die Ringvorlesung führt ein in die medialen Praktiken und Theorien des dokumentarischen Films und gibt einen Überblick über dessen Ausdifferenzierung in verschiedenen Medienkulturen. Dazu zählen konkrete Arbeits- und Produktionsprozesse in verschiedenen Medien ebenso wie die Auseinandersetzung mit zentralen Themen, Konzepten und Ästhetiken des dokumentarischen Films. Anhand von Fallbeispielen werden charakteristische Merkmale unterschiedlicher dokumentarischer Ansätze vorgestellt und durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Vertreterinnen und Vertreter einschlägiger Institutionen vermittelt.

Die Ringvorlesung “Medienkulturen des Dokumentarischen” (Programmübersicht) wird in Kooperation mit der Universität Hamburg, Mitgliedern des DFG-Projekts “Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005” und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt.

(Foto: Marco Stepniak)

Öffentliche Ringvorlesung – Medienkulturen des Dokumentarischen – 13.10.2014 – Einführung


Öffentliche Ringvorlesung – Medienkulturen des Dokumentarischen (Teil 2)

Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur

Montag – 13. Oktober 2014 – 18:00–20:00 Uhr – Universität Hamburg – Philosophenturm – Von-Melle-Park 6 – Hörsaal D

Einführung

Referenten: Prof. Dr. Thomas Weber (Institut für Medien und Kommunikation, Universität Hamburg / dokART) & Dr. Carsten Heinze (Fachbereich Sozialökonomie, Universität Hamburg / dokART)

Die Ringvorlesung führt ein in die medialen Praktiken und Theorien des dokumentarischen Films und gibt einen Überblick über dessen Ausdifferenzierung in verschiedenen Medienkulturen. Dazu zählen konkrete Arbeits- und Produktionsprozesse in verschiedenen Medien ebenso wie die Auseinandersetzung mit zentralen Themen, Konzepten und Ästhetiken des dokumentarischen Films. Anhand von Fallbeispielen werden charakteristische Merkmale unterschiedlicher dokumentarischer Ansätze vorgestellt und durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Vertreterinnen und Vertreter einschlägiger Institutionen vermittelt.

Die Ringvorlesung „Medienkulturen des Dokumentarischen“ (Programmübersicht) wird in Kooperation mit der Universität Hamburg, Mitgliedern des DFG-Projekts „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005“ und dem Metropolis Kino Hamburg durchgeführt.

dokART Filmabend #37 – Teil 2 – 07.10.2014 – Where the Condors Fly


Where the Condors Fly

OmU – CH/D/CHI 2012 – Carlos Klein – 90min.

Dienstag – 7. Oktober 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der russische Dokumentarfilmer Viktor Kossakowsky ist Filmer mit Leidenschaft und lebt seine selbst aufgestellte Regel: Don’t film if you can live without filming. Dem chilenischen Filmemacher Carlos Klein dagegen ist die Leidenschaft des Filmens abhanden gekommen. Er begleitet Kossakowsky bei den Dreharbeiten zu seinem aufwendigen Film ¡Vivan las Antipodas!, um die Passion des Filmemachens neu zu entdecken. Where the Condors Fly ist mehr als ein Making-of: Aufgebaut wie eine Matruschka, in der ein Filmemacher einen Film über einen anderen Filmemacher dreht, der dabei ist, einen Film zu drehen.

www.wherethecondorsfly.de


 


dokART Filmabend #37 – Teil 1 – 07.10.2014 – ¡Vivan las Antipodas!


¡Vivan las Antipodas!

OmU – D/RUSS 2011 – Viktor Kossakovsky – 103min.

Dienstag – 7. Oktober 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Antipoden sind Orte, die sich auf dem Erdball direkt gegenüber liegen. Auf der einen Seite beispielsweise das beschauliche kleine Dorf Entre Ríos in Argentinien, auf der anderen Seite die von Hektik geplagte Metropole Shanghai. Vier dieser Antipoden-Paare in Chile, Russland, Argentinien und China macht der Dokumentarfilmer Viktor Kossakovsky zum Inhalt seines Films. Dabei entwickelt er bildbegeistert innovative Wege mit der Kamera umzugehen und die Erde auf den Kopf zu stellen, so dass die gefilmte Gleichzeitigkeit der Gegensätze eine magische Verbindung dieser Orte zu dokumentieren scheint.

www.vivanlasantipodas.de

… und im Anschluss ab 21:15 Uhr Where the Condors Fly. Ein Dokumentarfilm von Carlos Klein über die Entstehung von Kossakovskys ¡Vivan las Antipodas! …


dokART Filmabend #36 – 18.09.2014 – Punk: Attitude


Punk: Attitude

OmU – USA 2005 – Don Letts – 90min.

Donnerstag – 18. September 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Punk Attitude‹ führt zurück in die frühe Entstehungsgeschichte des Punks. Der Film zeigt, dass lange vor den ›Sex Pistols‹ bereits in den USA die Entwicklung der Punk-Kultur stattfand und den Boden für dessen weltweiten Durchbruch bereitete. Rare Konzertaufnahmen von wegweisenden Bands wie ›MC5‹ oder ›The Stooges‹ veranschaulichen die rohe Kraft, die einst von dieser neuen Musikkultur ausging. Zu Wort kommen sämtliche Wegbereiter und Wortführer dieser einzigartigen Szene.


 

 

 

dokART Filmabend #35 – Teil 2 – 04.09.2014 – Blank City


Blank City

OmU – USA 2010 – Céline Danhier – 94min.

Donnerstag – 4. September 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Blank City‹ führt zurück in die filmische, musikalische, künstlerische Kulturszene New Yorks Ende der 1970er Jahre und beleuchtet die Entstehung des ›No Wave Cinema‹ bzw. ›Cinema of Transgression‹. Der Film zeigt, wie aus einem heruntergekommenen Stadtviertel ein lebendiges Künstlerviertel geschaffen wurde. Für die nähere Spurensuche spricht die Regisseurin Céline Danhier mit einer Reihe von wegweisenden FilmemacherInnen und MusikerInnen, die diese Zeit erlebt und geprägt haben, wie Debbie Harry, Thurston Moore, Jim Jarmusch, Amos Poe, Richard Kern u.v.a..

www.blankcityfilm.com


dokART Filmabend #35 – Teil 1 – 04.09.2014 – Permanent Vacation


Permanent Vacation

OmU – USA 1980 – Jim Jarmusch – 75min.

Donnerstag – 4. September 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Permanent Vacation‹ ist das Spielfilmdebüt des Independentfilmemachers Jim Jarmusch. Der Film ist ein Porträt der Straßen von Manhattan und folgt dem 16-jährigen Allie auf seinem Weg durch die Stadt. Auf diesem Weg begegnen dem vater- und mutterlosen Allie allerhand skurrile Gestalten. Der Film ist eine lyrische Reminiszenz an das jugendliche Herumstreunen, gleichzeitig aber auch eine Erkundung Manhattans und seiner Kulturszene.

Im Anschluss zeigen wir den Dokumentarfilm ›Blank City‹.


 

dokART Filmabend #34 – 21.08.2014 – Beware of Mr. Baker


Beware of Mr. Baker

OmU – USA 2012 – Jay Bulger – 100min.

Donnerstag – 21. August 2014 – 21.15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film stellt in einer dichten Beschreibung das Leben des manischen Schlagzeugers Ginger Baker vor, der mit der Band ›Cream‹ in den 1960er Jahren Musikgeschichte schrieb. Jay Bulger zeigt aus der Gegenwart einen Musiker, der sein Leben konsequent im Rausch verbrachte und dessen biografische Umschwünge und Brüche anstrengend und zugleich außergewöhnlich erscheinen. Ginger Baker ist einer der besten Schlagzeuger der Welt, wie im ersten Film unserer Monatsreihe ist seine Biografie durchzogen von Drogen-, Alkohol- und Tablettenkonsum. Zum Schluss gibt es einen Schlag auf den Kopf.


dokART Filmabend #33 – 05.08.2014 – Be Here to Love Me: A Film About Townes van Zandt


Be Here to Love Me: A Film About Townes van Zandt

OmU – USA 2004 – Margaret Brown – 100min.

Dienstag – 5. August 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Townes van Zandt gehört zu den wohl wichtigsten US-amerikanischen Singer-Songwritern, der ganze Generationen von Musikern nachhaltig beeinflusst hat. Obwohl es seine Karriere nie über einen Kultstatus hinausbrachte, coverten zahlreiche Musiker seine Songs und wurden damit berühmt. Van Zandts dunkle Soundlandschaften sind spiegelbildlich für seine Drogen- und Alkoholexzesse sowie seine psychischen Abstürze und manischen Depressionen. Der Film porträtiert in einer wunderschönen Bildercollage eines exzeptionellen Künstlergenies bis zu seinem Tod 1997. Nicht nur inhaltlich, sondern auch dokumentarfilmisch ein Genuss.


 

dokART Filmabend #32 – 17.07.2014 – La Danse – Das Ballett der Pariser Oper


La Danse – Das Ballett der Pariser Oper

OmU – F/USA 2009 – Frederik Wiseman – 159min.

Donnerstag – 17. Juli 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Frederick Wiseman hat mit seiner Kamera zwölf Wochen lang die Arbeit des Balletts der Pariser Oper begleitet. Von der Kostümschneiderei, den Leitungsbüros und den Trainingsstunden bis hin zu den Aufführungen gibt uns ›La Danse‹ Einblick in die Teile der großen Maschinerie, die täglich daran beteiligt sind, La Danse, den Tanz, auf die Bühne zu bringen.


dokART Filmabend #31 – 07.07.2014 – Susanne tanzt & 498, Third Avenue


Montag – 7. Juli 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

 

Susanne tanzt

Uraufführung

BRD 1979 – Edgar Reitz – 17min.

Susanne bereitet einen Soloauftritt vor, der inspiriert ist von Karl Valentins Sketch ›Die neue Verkehrsordnung‹. Der Film beobachtet, wie sie aus Alltagsbewegungen ihre tänzerische Sprache entwickelt. Zugleich entsteht eine eigene, filmische Choreographie durch die Bearbeitung die Alltagsbewegungen der Tänzerin in der Postproduktion.

498, Third Avenue

BRD 1967/68 – Klaus Wildenhahn – 83min.

New York, 3rd Avenue No. 498: Merce Cunningham probt mit seiner Tanztruppe ein neues Stück. Gelöst vom Stativ, fängt die bewegliche Kamera Momente der Erschöpfung und der Freude bei den harten Probenarbeiten ein, begleitet die Tänzer_innen zu Unterrichtsstunden und Pausen. Der Film gibt Einblick in die choreographische und tänzerische Arbeit, aber auch in die Existenzschwierigkeiten der Tänzer_innen und der Truppe: Auf einer Benefiz-Veranstaltung für sie treffen wir Andy Warhol, Velvet Underground und einen über den elektronischen Sound höchst erbosten Nachbarn.

Einführung: Cornelia Lund

dokART Filmabend #30 – 25.06.2014 – Grown in Detroit


Grown in Detroit

OmU – NL 2009 – Mascha & Manfred Poppenk – 60min.

Mittwoch – 25. Juni 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Eine grüne, blühende Szenerie, Marktstände mit lokalem Ge­müse und grasende Pferde – eine Perspektive auf Detroit weit entfernt vom Ruin-Porn. Der Film porträtiert eine Schule für schwangere und Kinder erziehende Teenagerinnen, die den Schülerinnen grundlegendes Wissen in Landwirtschaft und Ge­müseanbau vermittelt. Vor allem im lokalen Kontext Detroits ern­tete der Film viel Lob für seine vorwärts gewandte Perspektive.


dokART Filmabend #29 – 18.06.2014 – Detroit Wild City


Detroit Wild City

OmU – F 2011 – Florent Tillon – 80min.

Mittwoch – 18. Juni 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Wie so viele Filme über Detroit nutzt auch der Film des französischen Filmemachers Florent Tillon die spektakuläre Endzeitkulisse der geschrumpften Metropole Detroit für seine malerischen Bilder über die schillernde Vergangenheit und ruinöse, wild überwucherte Gegenwart der Stadt. Davon ausgehend richtet sich der Fokus des Films allerdings eher auf die Zukunft und ihre Akteure – die Leute, die das sinkende Schiff nicht verlassen haben: Eine bunte Mischung aus Urban-Farming-Aktivisten, einem städtischen Hundefänger, Kleinkünstlern und Hobbyphilosophen.


dokART Filmabend #28 – 12.06.2014 – Detropia


Detropia

OmU – USA 2012 – Heidi Ewing & Rachel Grady – 90min.

Donnerstag  – 12. Juni 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Die Autowerkstatt AUTO PARTS gibt es schon lange nicht mehr – der Zahn der Zeit hat nur noch die Buchstaben U, O und P übrig gelassen. Ergänzt durch auch nicht mehr ganz neue Graffitis wird daraus UTOPIA – Sinnbild für Detroit und Inspiration zum Titel des Films. Die Filmemacherinnen, eine davon selbst gebürtige Detroiterin, stellen eine Collage zusammen aus Begegnungen mit Detroiterinnen und Detroitern und deren Anstrengungen und Aktivitäten, vor dem Hintergrund des extremen Auf- und Abstiegs der Stadt dem Hier und Jetzt einen Sinn zu verleihen und für die Erhaltung der persönlichen Lebensgrundlagen und für neue Nischen zu kämpfen.

Einführung in den Film durch Kim Wrigley (HafenCity Universität Hamburg).


dokART Filmabend #20 – 20.02.2014 – Whores‘ Glory


Whores‘ Glory

OmU – A/D 2011 – Michael Glawogger – 111min.

Donnerstag – 20. Februar 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

›Whore’s Glory‹ ist ein Film über Bordelle in Bangkok (Thailand), Faridpur (Bangladesh) und Reynosa (Mexiko). Er markiert neben ›Megacities‹ und ›Workingmen’s Death‹ den dritten und letzten Teil der dokumentarfilmischen Trilogie Michael Glawoggers über globale Arbeitswelten im 21. Jahrhundert. ›Whore’s Glory‹ gibt Einblicke in Arbeits- und Lebensweisen einer verborgenen Welt und lässt dabei den Protagonistinnen viel Raum, ihre Geschichten zwischen Träumen und Trostlosigkeiten zu erzählen. In gewohnt perfektionierten Bildern erzählt Glawogger von einem hochgradig tabuisierten Wirtschaftszweig: dem Geschäft mit dem Sex.


dokART Filmabend #8 – 21.08.2013 – In der Fremde


In der Fremde

D 1967 – Klaus Wildenhahn – 77min.

Mittwoch – 21. August 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film dokumentiert den Bau eines Silos in der norddeutschen Provinz. Im Mittelpunkt steht der Polier, der zwischen den Interessen des Unternehmers und der Arbeiter zu vermitteln hat. Klaus Wildenhahn greift mit diesem Film ein wichtiges Thema des Dokumentarfilms auf: Arbeit als dynamische Tätigkeit und werkorientierter Entstehungsprozess. Durch seine präzisen Beobachtungen lenkt er den Blick nicht nur auf die körperlich mühevollen Tätigkeiten auf dem Bau, sondern macht auch auf die spannungsgeladenen Arbeitsbedingungen und die konfliktbehafteten zwischenmenschlichen Beziehungen aufmerksam. ›In der Fremde‹ ist ein Klassiker des Direct Cinema in Deutschland.

Moderation: Carsten Heinze

Gast: Klaus Wildenhahn

dokART Filmabend #1 – 16.05.2013 – John Grierson and the British Documentary Film Movement


John Grierson and the British Documentary Film Movement

Donnerstag – 16. Mai 2013 – 19:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der schottische Filmemacher John Grierson (1898-1972) gilt als Vater des Dokumentarfilms. Grund genug ihm einen eigenen Abend zur Eröffnung des dokART-Projekts, das sich dem dokumentarischen Film verschrieben hat, zu widmen. dokART zeigt einige wichtige Filme, die im Rahmen seiner Arbeit in den 1920er und 30er Jahren entstanden sind und die britische dokumentarische Filmbewegung prägten. Er schuf mit seiner Umschreibung creative treatment of actuality eine bis heute gültige Definition dessen, was Dokumentarfilme von Spielfilmen unterscheidet.

(1) Industrial Britain

UK 1931 – Robert J. Flaherty – 22 Min.

(2) Night Mail

UK 1936 – Harry Watt & Basil Wright – 23 Min.

(3) Housing Problems

UK 1935 – Arthur Elton & Edgar H. Anstey – 13 Min.

(4) Granton Trawler

UK 1934 – John Grierson & Edgar H. Anstey – 11 Min.

(5) John Atkins Saves Up

UK 1934 – Arthur Elton – 18 Min.