Author Archives: Vanessa Weber

dokART Filmabend #24 – 22.04.2014 – Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch

Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch

OmU – D/RUS 2013 – Marianne Kapfer & Olga Delane – 87min.

Montag – 22. April 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Vor 17 Jahren verließ die Regisseurin Olga Delane ihre Heimatstadt Krasnokamensk im heutigen Russland, dicht an der chinesisch-mongolischen Grenze. Jetzt kommt sie zurück und Ihr Blick auf die Stadt ist ein anderer. Gegründet 1968 nahe Asiens größter Uranmine, war Krasnokamensk lange auf keiner Landkarte verzeichnet – eine geheime Stadt. Heute leben hier 55.000 Einwohner und Fragen nach Radioaktivität, dem Umgang mit schlechter westlicher Presse und sibirischer Identität beschäftigen die Filmemacherin beim Wiederentdecken ihrer Heimat.

Beide Regisseurinnen sind zu Gast.


dokART Filmabend #23 – 14.04.2014 – Richtung Nowa Huta


Richtung Nowa Huta

OmU – AT 2012 – Dariusz Kowalski – 78min.

Montag – 14. April 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Nowa Huta wurde 1949 als Standort eines Eisenhütten-Kombinats und Paradebeispiel sowjetischen Städtebaus gegründet; später zum Stadtteil Krakaus geworden, galt die Arbeitervorstadt in den 1980er Jahren wiederum als Hochburg des antikommunistischen Widerstands. Als Jugendlicher flüchtete der Regisseur Dariusz Kowalski aus seinem geschichtsschweren Heimatort; 2012 kehrt er zurück und wirft einen nüchternen Blick auf den Ort, den er, wie er selbst sagt, eigentlich kaum kannte. Es entsteht ein angenehm neutrales Stadtporträt über das Hier und Jetzt von Nova Huta, zusammengestellt aus vielen kurzen Eindrücken, Begegnungen und Alltagsmomenten – und eben doch auch aus Erinnerungen.


dokART Filmabend #22 – 20.03.2014 – In Sarmatien


In Sarmatien

OmU – D 2013 – Volker Koepp – 120min.

Donnerstag – 20. März 2014 – 19.00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg – Hamburg-Premiere

In seinem neuen Film In Samartien widmet sich Volker Koepp einem Landstrich, der heutzutage auf kaum einer Landkarte mehr zu finden ist. Irgendwo zwischen Weichsel und Wolga, zwischen Ostsee und Schwarzem Meer gelegen, nimmt uns Koepp mit auf eine Reise in unbekannte Landstriche, in denen er den historischen Ablagerungen früherer Zeiten nachspürt und damit Geografie, Geschichte und die heute dort lebenden Menschen in einem einzigartigen Kaleidoskop verbindet. In Samartien knüpft an Koepps Filme wie Dieses Jahr in Czernowitz, Kuhrische Nehrung oder Herr Zwilling und Frau Zuckermann an.

Gast: Volker Koepp


dokART Filmabend #21 – 04.03.2014 – Herr Zwilling und Frau Zuckermann


Herr Zwilling und Frau Zuckermann

D 1999 – Volker Koepp – 126min.

Dienstag 4. März 2014 – 19:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film erzählt von einem Ort, der einst das Zentrum jüdischen Lebens in Europa darstellte: Czernowitz in der Bukowina, das zur heutigen Ukraine gehört. Die jüdische Bevölkerung machte vor der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden die Hälfte der Einwohnerschaft aus und prägte dadurch maßgeblich die Kultur dieser Region. Heute ist davon wenig geblieben. Im Mittelpunkt des Films stehen Herr Zwilling und Frau Zuckermann, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen zu den letzten noch im alten Czernowitz geborenen Juden gehörten. Volker Koepp fängt mit der ihm eigenen einfühlsamen Art die Gespräche der beiden über frühere Zeiten ein und schafft damit Einblicke in eine untergegangene Welt, die sich nur noch über die Erzählungen der Hauptdarsteller erschließen lässt.


dokART Filmabend #19 – 04.02.2014 – Crazy Horse


Crazy Horse

OmU – F 2011 – Frederick Wiseman – 134min.

Dienstag – 4. Februar – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Regisseur Frederick Wiseman führt den Zuschauer hinter die Kulissen des berühmt-berüchtigten Pariser Nachtlokals ›Crazy Horse‹. Mit seinem unnachahmlichen Interesse für die Hinterbühnen der gesellschaftlichen Institutionen, beschäftigt sich Wiseman in diesem Film mit den Inszenierungen rund um die erotische Show ›Désirs‹. Im Stil des klassischen Direct Cinema begleitet er die choreografischen Proben, die Auswahl der Tänzerinnen im Casting und zeigt die mitunter anstrengenden Vorarbeiten, die der Durchführung der Shows vorausgehen.


dokART Filmabend #18 – 21.01.2014 – The Doors: When You’re Strange


The Doors: When You’re Strange

OmU – USA 2009 – Tom DiCillo – 86min.

Dienstag – 21. Januar 2014 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Unser zweiter Musikdokumentarfilm im Januar behandelt die kurze Geschichte von ›The Doors‹. Der Film arbeitet allein auf Grundlage zeitgenössischer Filmaufnahmen den Aufstieg und Absturz der Band mit ihrem Sänger Jim Morrison heraus. Als Zwischeneinspielungen dient ein von Morrison selbst hergestellter Film. Auch der herausragenden Musik und Live-Faszination werden ausgiebig Raum in diesem assoziativ kompilierten Film gegeben. Während Oliver Stones fiktionaler Film über ›The Doors‹ von den restlichen Bandmitgliedern viel Kritik einstecken musste, behaupten sie von DiCillos Film: »The true story of The Doors«.


dokART Filmabend #17 – 17.01.2014 – Last Days Here


Last Days Here

OmU – USA 2011 – Don Argott & Demian Fenton – 91min.

Freitag – 17. Januar 2014 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Unser Musikdokumentarfilm-Monat startet mit einem besonderen Leckerbissen: ›Last Days Here‹ ist ein einzigartiges biografisches Porträt über den US-Musiker Bobby Liebling. Die Vergangenheit des Sängers der Underground Doom Metal Band ›Pentagram‹ ist legendär wie tragisch: Mehr als 40 Jahre Sex & Drugs & Rock’n’Roll, mehr als 40 Jahre kreative Genialität und Wahnsinn im halbbewussten dionysischen Rauschen einer todbringenden Mixtur aus Crack und Heroin, mehr als 40 Jahre ein Leben im Sub-Basement seines Elternhauses. Der Film entstand über einen Zeitraum von mehreren Jahren und zeigt den schwierigen Weg Lieblings aus seiner Drogensucht. Wer glaubt, Ozzy Osbourne und Black Sabbath seien nicht steigerungsfähig, wird hier eines Besseren belehrt.


dokART Filmabend #16 – 17.12.2013 – Die Wohnung

Die Wohnung

D/IL 2011 – Arnon Goldfinger – 97min.

Dienstag – 17. Dezember 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Eine Wohnung in Tel Aviv – 70 Jahre lang hat Gerda Tuchler hier mit Ehemann Kurt gelebt, nachdem sie vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen mussten. Bei der Wohnungsauflösung nach ihrem Tod findet Ihr Enkel, der Filmemacher Arnon Goldfinger, unzählige Briefe, Fotos und Dokumente, die von der engen Freundschaft der jüdischen Großeltern mit der Familie des SS-Offiziers Leopold von Mildenstein zeugen. Ein eindringliches Zeitdokument über das Schweigen und das Potential beharrlichen Nachfragens.

Gastkommentar: Linde Apel, Werkstatt der Erinnerung, Forschungsstelle für Zeitgeschichte.

dokART Filmabend #15 – 06.12.2013 – Thomas Harlan: Wandersplitter

Thomas Harlan: Wandersplitter

D 2007 – Christoph Hübner – 96min.

Freitag – 6. Dezember 2013 – 20:30 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der biografische Dokumentarfilm Wandersplitter lebt sowohl von seiner behutsamen Inszenierung wie von der einzigartigen Erzählweise und Sprachmächtigkeit seines Protagonisten Thomas Harlan. Als Sohn des bekannten Regisseurs Veit Harlan erzählt Harlan eine „Anti-Biografie“, die gleichzeitig auch eine parallele Geschichtserzählung der frühen Bundesrepublik Deutschland umfasst. Ein Film, der die Imaginationsfähigkeit des Zuschauers in nur selten zu findender Weise herausfordert. Der Ort der Erzählung: Ein Lungensanatorium, in dem Thomas Harlan seine Erkrankung zu therapieren versuchte – mit direktem Blick auf den Obersalzberg: „Hitler hätte mich hier sehen können.“ Thomas Harlan verstarb im Oktober 2010. Christoph Hübner hat ihm mit diesem Film ein Denkmal gesetzt.

Die Vorführung findet in Kooperation mit dem ersten Arbeitstreffen der AG „Filmsoziologie“ der Sektion Medien und Kommunikationssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie statt.

dokART Filmabend #14 – 26.11.2013 – The Big Sellout

The Big Sellout

D 2007 – Engl. m. deut. UT – Florian Opitz – 94min.

Dienstag – 26. November 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Was kostet die Welt? Florian Opitz versucht die Frage der globalen Privatisierung und ihre Folgen an vier ausgewählten Beispielen zu verdeutlichen. Gezeigt wird, welche Auswirkungen ökonomische Erwägungen anonymer Großkonzerne auf das Alltagsleben verschiedener Personen haben. Es kommen aber auch die Entscheidungsträger zu Wort. Dabei werden die vordergründig auf Effektivität und Rationalität angelegten Entscheidungen durch den alltäglichen Kampf der Betroffenen in den einzelnen Ländern konterkariert. Die Geschichten werden nicht nacheinander erzählt, sondern miteinander in Beziehung gesetzt und verdeutlichen so ihren übergreifenden Zusammenhang.

dokART Filmabend #13 – 12.11.2013 – Nichts ist besser als gar nichts

Nichts ist besser als gar nichts

D 2010 – Jan Peters – 92min.

Dienstag – 12. November 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Jan Peters macht aus der Not eine Tugend. Als seine Freundin unbeabsichtigt mit seiner Brieftasche in den Urlaub aufbricht, beschließt Jan, sein Geld zwischenzeitlich als Reisebegleiter am Frankfurter Flughafen zu verdienen. Dort trifft er auf einen hilfsbereiten Unternehmensberater, der ihm hilft, seine Ein-Mann-Unternehmung zu optimieren. Jan Peters’ Film ist ein hintergründiger, humorvoller und gleichzeitig ernster Selbstversuch in dokumentarischer Tagebuchform, der den Alltag aus Sicht obskurer Geschäftsmodelle und Selbstvermarktungsstrategien verarbeitet. Schwierige Themen wie das bedingungslose Grundeinkommen und die Ich-AG werden beiläufig auf ihre Realisierbarkeit betrachtet und vorgestellt.

dokART Filmabend #12 – 29.10.2013 – Die Talentprobe

Die Talentprobe

D 1981 –  Peter Goedel – 146min.

Dienstag – 29. Oktober 2013 – 19:00 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film Talentprobe ist ein dokumentarischer Kultfilm. Der Filmemacher Peter Goedel zeigt einen Talentprobenwettbewerb im Kölner Tanzbrunnen, der als Vorläufer heutiger Castingshows angesehen werden kann. Geboten werden deutsche Schlager, vorgetragen von arglosen AmateurinterpretInnen und selbsternannten Showstars, die von einem erbarmungslosen Publikum begleitet und mitunter von der Bühne gepfiffen werden. Der Film porträtiert auf humorvolle und unaufgeregte Weise eine Welt des Musikbusiness, wie sie aus der heutigen TV-Kultur bekannt ist. Mit viel Musik und Humor wird der Zuschauer auf eine Zeitreise mitgenommen, die an Aktualität nichts verloren hat.

dokART Filmabend #11 – 07.10.2013 – Vinylmania


Vinylmania

I 2012 – Paolo Campana – 75min.

Montag – 7. Oktober 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

„Das Leben in 33 Umdrehungen pro Minute” – so der Untertitel des Films Vinylmania, der sich thematisch um den Fetisch LP dreht. Der Film begibt sich auf die Suche nach den Ursachen des leidenschaftlichen Plattensammelns in Zeiten digitaler Internetkulturen und huldigt einem längst tot geglaubten Medium. Dafür reiste der Filmemacher Paolo Campana rund um die Welt. Er begegnet dabei DJs, Sammlern, Produzenten und vielen Anderen, in deren Lebensmittelpunkt die gerillte schwarze Scheibe steht. Ein nostalgischer Film, nicht nur für Musik-Nerds, über ungewohnte Perspektiven auf die auditiven, haptischen und olfaktorischen Qualitäten der LP.


dokArt Filmabend #10 – 24.09.2013 – Das Netz

Das Netz

D 2003 – Lutz Dammbeck – 115min.

Dienstag – 24. September 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der essayistische Dokumentarfilm behandelt die Entstehung des Internets und zieht Parallelen zu Kunst und Lebenskultur. Es ist ein Film über Kybernetik, Systemtheorie, Multimedia sowie neue Konzepte der Psychologie und militärischen Forschung. Damit beleuchtet er wesentliche technologische Neusetzungen der Moderne. Er porträtiert die daran beteiligten Personen und die ›rhizomatischen‹ Netzwerke, die sich daraus entwickelt haben. Gleichzeitig aber greift der Film die Geschichte des ›Unabombers‹, des Netzterroristen Theodore Kaczynski auf, der Anschläge auf technikschaffende Personen ausführte und sich damit in die Annalen des Terrorismus gegen die USA eingeschrieben hat.

Wir freuen uns den Filmemacher Lutz Dammbeck als Gast bei dokArt begrüßen zu dürfen. Ebenso Stefan Preis von der Universität Hamburg, der sich eingehend mit Dammbecks Filmen auseinandergesetzt hat.

dokArt Filmabend #9 – 04.09.2013 – Die Frau mit den 5 Elefanten


Die Frau mit den 5 Elefanten

CH/D 2009 – Vadim Jendreyko – 93min.

Mittwoch – 4. September 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der biographisch angelegte Dokumentarfilm porträtiert die russisch-deutsche Übersetzerin Swetlana Geier. Ihr Lebenswerk ist die Neuübersetzung der fünf großen Dostojewski-Romane, die auch als die ›5 großen Elefanten‹ bezeichnet werden. Sie gilt als eine der wichtigsten Übersetzerinnen russischer Literatur des 20. Jahrhunderts. Dabei ist ihr immer die Vermittlungsrolle bewusst geblieben, die die Übersetzung einnimmt. Die Rolle als ›Vermittlerin‹ macht sich aber nicht nur an ihren Übersetzungen, sondern auch an ihrem Leben in zwei Welten fest: Sie erlebt die Gräueltaten und Folgewirkungen des Nationalsozialismus und Stalinismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. An ihrem Leben lässt sich damit auch die russisch-deutsche Schicksalsgeschichte ablesen.

Zu Gast ist Stefan Preis von der Deutschen Dostojekwski Gesellschaft e. V., Arbeitskreis Hamburg.

Carsten Heinze wird eine kurze Einführung geben und das anschließende Publikumsgespräch moderieren.

dokART Filmabend #7 – 06.08.2013 – Breakin L.A.


Breakin L.A.

D/USA 2012 – Karla Lemus & Boris Castro – 76min.

Dienstag – 6. August 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Eine Gruppe Bicycle Aficionados aus Hamburg St. Pauli macht sich auf die Reise nach Los Angeles. Dort durchkreuzen sie 12 Tage lang auf ihren Fahrrädern die Stadt. Sie cruisen durch die Barrios von East L.A. und an die Strände von Venice Beach, erklimmen die Hollywood Hills und entdecken ein fast vergessenes Velodrom in Encino. Auf ihren Touren sind sie jedoch nicht allein unterwegs, denn in L.A. hat sich eine vielschichtige Bike-Szene entwickelt, die sich dem modernen Evolutionsdruck, dem Überwinden der Distanzen und dem Überleben im Straßenverkehr täglich stellt. Der Film zeigt nicht nur L.A. aus unbekannten Perspektiven, sondern stellt auch die Frage, wie diese urbane Wüste ohne Auto zu durchqueren ist.

Moderation: Christoph Beyer (dokART)

Gäste: Karla Lemus & Boris Castro

dokART Filmabend #6 – 31.07.2013 – Herr Zwilling und Frau Zuckermann


Herr Zwilling und Frau Zuckermann

D 1999 – Volker Koepp – 126min.

Mittwoch – 31. Juli 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Film erzählt von einem Ort, der einst das Zentrum jüdischen Lebens in Europa darstellte: Czernowitz in der Bukowina, das zur heutigen Ukraine gehört. Die jüdische Bevölkerung machte vor der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden die Hälfte der Einwohnerschaft aus und prägte dadurch maßgeblich die Kultur dieser Region. Heute ist davon wenig geblieben. Im Mittelpunkt des Films stehen Herr Zwilling und Frau Zuckermann, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen zu den letzten noch im alten Czernowitz geborenen Juden gehörten. Volker Koepp fängt mit der ihm eigenen einfühl¬samen Art die Gespräche der beiden über frühere Zeiten ein und schafft damit Einblicke in eine untergegangene Welt, die sich nur noch über die Erzählungen der Hauptdarsteller erschließen lässt.

Einführung: Carsten Heinze (dokART)

dokART Filmabend #5 – 03.07.2013 – Der gewöhnliche Faschismus


Der gewöhnliche Faschismus

OmU – UdSSR 1965 – Michail Romm – 123min.

Mittwoch – 3. Juli 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der gewöhnliche Faschismus ist ein sowjetischer Dokumentarfilm. Er wirft die Frage auf, wie es zum Hitlerfaschismus kommen konnte. Michail Romm versucht dazu nicht nur personalisierte Antworten zu geben, sondern die gesellschaftlichen Strukturbedingungen zu ergründen, in denen Unterwerfung der Massen und Propaganda wirksam werden konnten. Darin unterscheidet sich der Film von heute bekannten dokumentarfilmischen Darstellungsformen zu diesem Thema und macht ihn zu einem Klassiker des antifaschistischen Films. Als Bildgrundlage diente sichergestelltes Material des Reichsfilmarchivs, das die Rote Armee nach dem Krieg beschlagnahmen und in die Sowjetunion überführen konnte. Romm bezeichnet seine Herangehensweise selbst als denkenden Film.

dokART Filmabend #4 – 18.06.2013 – Dont Look Back


Dont Look Back

OF – USA 1967 – D.A. Pennebaker – 96min.

Dienstag – 18. Juni 2013 – 21:45 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Der Musikfilm Dont Look Back gehört zu den Klassikern des amerikanischen Direct Cinema. Er begleitet Bob Dylan bei seiner Gro߬britannien-Tournee im Jahr 1965. Dabei konzentriert sich der Film weniger auf die Konzerte, sondern gibt einen Einblick in die Zeit vor und nach den Auftritten. So wird ein eindringliches Porträt eines Musikers auf dem Höhepunkt seiner Karriere entworfen. Gleichzeitig zeigt der Film Dont Look Back aber auch die weniger angenehmen Seiten Dylans im Umgang mit Musikerkollegen, Fans und Journalisten. So ist es kaum verwunderlich, dass der Film bei seiner Premiere sowohl Lob als auch Kritik einstecken musste.

Einführung: Carsten Heinze (dokART)


cleveland_dealer

dokART Filmabend #3 – 04.06.2013 – Cocorico Monsieur Poulet


Cocorico Monsieur Poulet

F 1974 – Jean Rouch – 93 Min. – OengU

Dienstag – 4. Juni 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Gesprächsgast: Alexa Färber (HafenCity Universität Hamburg)

Der Film Cocorico Monsieur Poulet ist eine ethnografische Komödie vom französischen Meister des Cinéma Vérité, Jean Rouch. Er behandelt den Versuch des Hauptprotagonisten Lam, einen Hühnerhandel im nigerianischen Busch aufzumachen. Auf der Reise ereignen sich eine Reihe unerwarteter und mysteriöser Zwischenfälle, die das Vorhaben Lams und seines Kompagnons durcheinander bringen. Sie sehen sich vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt, die es zu meistern gilt. Vollends aus dem Lot gerät das Unterfangen, als eine ominöse dritte Person auftritt. Am Ende dreht sich alles im Kreis. Der Film beruht auf tatsächlichen Begebenheiten.

dokART Filmabend #2 – 28.05.2013 – Entuziazm: Simfonija Donbassa


Entuziazm: Simfonija Donbassa

UdSSR 1930 – Dziga Vertov – 65 Min.

Dienstag – 28. Mai 2013 – 21:15 Uhr – Metropolis Kino Hamburg

Gesprächsgast: Claudia Reiche

Der russische Filmemacher Dziga Vertov (1895/1896-1954) gehört zu den Klassikern des dokumentarischen Films und des sowjetischen Revolutionskinos. Der Mann mit der Kamera (1929) zählt zu einem der wichtigsten Werke im avantgardistischen Dokumentarfilmbereich. Entuziazm (Simfonija Donbassa) ist Vertovs erster Tonfilm und behandelt den Fünfjahresplan der späten 1920er Jahre. Er zeigt das produktive Verhältnis von Mensch und Maschine und ist eine Hymne auf die industrialisierte Arbeit. Eine atemberaubende Reise durch die Welt der Stahlwerke und Hochöfen der frühen Sowjetuinion. Ein Film, der die formale Analyse von Industrie und Arbeit mit deren enthusiastischer Lobpreisung verbindet.